AVB und ABV: Restcannabinoide, Analyse und Wissensgrenzen
Kurzantwort: AVB oder ABV bezeichnet bereits vaporisiertes Pflanzenmaterial. Darin können Cannabinoide verbleiben. Die Restmenge lässt sich jedoch nicht zuverlässig aus Farbe, vorheriger Temperatureinstellung oder Nutzungsdauer berechnen. Ohne passende Analyse ist eine genaue Potenzangabe nicht begründet.
Was bedeuten AVB und ABV?
Die Abkürzungen werden im Alltag für „Already Vaped Bud“ beziehungsweise „Already Been Vaped“ verwendet. Gemeint ist das Material, das nach der Nutzung in der Kammer verbleibt. Die Bezeichnung dokumentiert einen Verarbeitungsschritt, aber keinen standardisierten chemischen Zustand.
Zwei Proben können denselben braunen Farbton haben und dennoch aus unterschiedlichen Produkten und Abläufen stammen. Die frühere Einstellung des Displays beschreibt zudem nicht jede Temperatur im Material. Deshalb ist AVB keine einheitliche Zutat mit einem feststehenden Gehalt.
Auch die Begriffe „verbraucht“ und „vollständig extrahiert“ sollten getrennt werden. Ein beendeter Geräteablauf beweist keine vollständige Entfernung sämtlicher Cannabinoide oder anderer Bestandteile.
Was erklärt eine Stoffbilanz über Rückstände?
Geräteforschung kann mehrere Fraktionen erfassen: Ausgangsmaterial, gesammeltes Aerosol, Pflanzenrückstand und Ablagerungen im System. Diese Aufteilung erklärt, warum eine beobachtete Abgabe nicht allein aus der verbleibenden Farbe bestimmt werden kann.
Der Lanz-Methodenkasten beschreibt einen solchen Geräteversuch. Seine Ergebnisse gelten für definierte Materialien und Protokolle. Sie liefern keine allgemeine Tabelle, nach der jede braune Probe noch einen festen Anteil ihres ursprünglichen THC enthält.
Insbesondere wurden die früheren Restgehaltsbereiche von 10–30 Prozent und die temperaturabhängigen Schätzreihen entfernt. Ohne passenden Nachweis vermitteln diese Zahlen eine Sicherheit, die für unbekannte Restproben nicht besteht.
Warum ist die Farbe kein Potenztest?
Farbe ist ein optisches Merkmal. Eine quantitative Stoffanalyse benötigt ein selektives Verfahren, eine repräsentative Probe und eine geeignete Kalibrierung. Diese Voraussetzungen werden durch eine Aufnahme bei Tageslicht oder eine Farbtabelle nicht erfüllt.
Dass dunkleres Material stärker erhitzt worden sein kann, bedeutet nicht, dass eine bestimmte Farbe eine bekannte THC-Konzentration besitzt. Auch sichtbare Verkohlung lässt sich nicht in einen exakten Restgehalt umrechnen.
Die folgende Übersicht trennt verfügbare Beobachtungen und tatsächlich erforderliche Nachweise. Sie ist keine Tabelle zur Berechnung einer Einnahmemenge.
| Beobachtung | Was sie dokumentiert | Was offen bleibt |
|---|---|---|
| Braunes Material | Sichtbarer Zustand nach Erwärmung | Restmengen einzelner Stoffe |
| Hohe frühere Einstellung | Gerätesollwert | Verlauf im Material und vollständige Abgabe |
| Wenig Aroma | Sensorischer Eindruck | Vollständigkeit des Terpenverlusts |
| Bekannter Ausgangsgehalt | Zusammensetzung vor Nutzung | Veränderung durch den konkreten Ablauf |
| Laboranalyse der Restprobe | Gemessene Zusammensetzung dieser Probe | Individuelle Aufnahme und Wirkung |
Die entscheidende Grenze bleibt somit zwischen Beobachtung und Messung. Eine zusätzliche Nachkommastelle in einer Berechnung kann fehlende Ausgangsdaten nicht ersetzen.
Ist AVB immer vollständig decarboxyliert?
Eine Erwärmung kann die Umwandlung saurer Cannabinoide fördern. Der vollständige Reaktionsumsatz ist aber keine automatische Eigenschaft jeder bereits genutzten Probe. Zeit, Temperaturverlauf und Matrix müssen berücksichtigt werden.
Decarboxylierung und Extraktion sind außerdem verschiedene Vorgänge. Ein Stoff kann umgewandelt worden sein und trotzdem im Restmaterial verbleiben. Umgekehrt erlaubt eine beobachtete Abgabe keine vollständige Aussage über alle noch vorhandenen Vorstufen.
Die frühere pauschale Zusage „Decarboxylierung ist abgeschlossen“ wurde deshalb korrigiert. Der Grundlagenartikel erklärt die chemische Unterscheidung.
Was sagen Terpene über die Restprobe aus?
Ein schwaches oder verändertes Aroma ist kein vollständiges Terpenprofil. Unterschiedliche Verbindungen können sich unterschiedlich verhalten. Eine bloße Siedepunktliste reicht nicht aus, um aus dem Geräteablauf alle verbliebenen Bestandteile abzuleiten.
Auch eine spätere Behandlung mit Wasser ist kein validierter Potenz- oder Schadstoffstandard. Wenn Geschmack verändert wird, folgt daraus nicht, dass die verbleibende Probe chemisch genau bekannt oder für eine bestimmte Verwendung freigegeben ist.
Der bereitgestellte Terpen-Audit validiert keine Rezepte, Haltbarkeitswerte oder medizinischen Dosierungen für AVB. Diese Quellenlücke sollte nicht mit Erfahrungswerten gefüllt werden, die anschließend wie Laborbefunde erscheinen.
Warum sind Berechnungen aus dem ursprünglichen THC-Gehalt unzuverlässig?
Eine solche Rechnung benötigt nicht nur den Ausgangsgehalt, sondern auch die tatsächlich verbleibende Fraktion. Wird dieser Anteil geschätzt, ist das Ergebnis ebenfalls eine Schätzung. Eine pauschale Annahme von beispielsweise einem Fünftel Restgehalt wird durch die Rechnung nicht zu einem Messwert.
Bei gesammelten Restproben kommen weitere Unsicherheiten hinzu: unterschiedliche Chargen, verschiedene Abläufe, Lagerdauer und nicht dokumentierte Vermischung. Eine Analyse einer einzelnen frischen Probe beschreibt dann nicht automatisch den gesamten Vorrat.
Deshalb enthält diese Fassung keine Mengen-Wirkungs-Tabelle oder Anleitung, die aus unbekannter Restpotenz eine reproduzierbare Einnahme ableitet. Eine kleine sichtbare Menge ist kein verlässliches Maß einer aufgenommenen Dosis.
Warum ist orale Einnahme anders als Inhalation?
Poyatos und Kollegen werteten 26 Studien zur oralen Verabreichung von Cannabis- und THC-Zubereitungen aus. Spitzenkonzentration und Zeitpunkt der Spitze unterschieden sich erheblich zwischen Personen und Darreichungsformen. Besonders Backwaren und Öle zeigten variable Profile. Der Review beschränkt sich auf eine Datenbank und heterogene Primärstudien; trotzdem ist die Variabilität eine zentrale, für AVB relevante Erkenntnis. Poyatos et al. (2020)
Die NIDA-Untersuchung verglich gerauchte, vaporisierte und orale Cannabisgabe innerhalb derselben Gruppe von 20 Personen. Die Blutanalysen zeigten andere Konzentrationsverläufe und Metabolitenprofile nach oraler Einnahme. Diese Ergebnisse beschreiben standardisierte Studienprodukte, keine selbst hergestellten AVB-Zubereitungen. Newmeyer et al. (2016)
Ein verzögerter Verlauf kann die subjektive Einschätzung erschweren, ob eine Aufnahme bereits abgeschlossen ist. Aus den Daten lässt sich keine universell sichere Nachdosiergrenze nach einer bestimmten Minutenzahl ableiten. Ein frühes Ausbleiben wahrnehmbarer Wirkung ist kein analytischer Nachweis niedriger Potenz. Poyatos et al. (2020)
Was zeigen Daten zu akuten Problemen mit Edibles?
Monte und Kollegen untersuchten Notaufnahmefälle retrospektiv. Von 9.973 gescreenten cannabisbezogenen Besuchen wurden 2.567 zumindest teilweise Cannabis zugeschrieben. Essbare Produkte waren häufiger mit bestimmten akuten Intoxikations-, psychiatrischen und kardiovaskulären Beschwerden verbunden; inhalative Nutzung häufiger mit Hyperemesis. Monte et al. (2019)
Diese Untersuchung ist keine Risikoquote für jede einzelne Einnahme. Die Notaufnahme erfasst eine ausgewählte Gruppe, und es fehlt eine genaue Zahl sämtlicher Expositionen in der Bevölkerung als Nenner. Sie stützt die Aussage, dass orale Produkte ein anderes akutes Problemprofil haben können. Sie liefert weder einen direkten AVB-Vergleich noch eine verlässliche Rangfolge aller Zubereitungen.
Eine weitere Auswertung der NIDA-Kohorte untersuchte unter anderem geteilte Aufmerksamkeit und psychophysische Aufgaben. Dass dies dieselben 20 Personen wie in den Pharmakokinetikarbeiten waren, muss berücksichtigt werden: Drei Veröffentlichungen ergeben hier keine dreifache unabhängige Bestätigung. Newmeyer et al. (2017) Newmeyer et al. (2016) Newmeyer et al. (2017)
Welche Angaben wären für eine belastbare Einordnung nötig?
| Frage | Was eine brauchbare Angabe enthalten müsste |
|---|---|
| Ausgangsmaterial | Analysierte Zusammensetzung, nicht allein Sortenname |
| Erhitzung | Gerät, tatsächliches Protokoll und Dokumentation der Probe |
| Restgehalt | Repräsentative Laboranalyse mit Messunsicherheit |
| Zubereitung | Bekannte Verteilung der Inhaltsstoffe über das gesamte Produkt |
| Aufnahme | Daten zur konkreten Darreichungsform; keine Gleichsetzung mit der inhalierten Wirkung |
Diese Übersicht beschreibt die Anforderungen an eine nachvollziehbare Aussage. Sie ist kein Rezept. Wo diese Informationen fehlen, lässt sich die Unsicherheit nicht durch eine besonders genaue Waage oder eine längere Lagerliste auflösen.
Was gilt für Sammlung, Lagerung und Kennzeichnung?
Die Bibliothek prüft keine allgemeine Haltbarkeit oder mikrobiologische Sicherheit von gesammeltem AVB. Deshalb sind pauschale Lagerfristen und die Zusicherung, sicht- oder geruchsneutrales Material sei unbedenklich, nicht gerechtfertigt. Wiederverwertung ist keine Pflicht; die unbekannte Restpotenz und Produktqualität sollten bei jeder Darstellung sichtbar bleiben.
Eine eindeutige Kennzeichnung und Trennung von gewöhnlichen Lebensmitteln verhindert zumindest Verwechslungen. Sie ersetzt keine Inhaltsanalyse. Unbeschriftete Mischungen aus mehreren Sitzungen verlieren zusätzlich Informationen über ihre Herkunft. Redaktionell werden hier deshalb keine Gramm-Startdosen, Backrezepte oder vermeintlichen Sicherheitsfristen aus ungeprüften Erfahrungswerten abgeleitet.
Welche Aussage bleibt verlässlich?
Bereits erhitztes Cannabis ist chemisch nicht automatisch verbraucht, seine verbleibende Potenz ist aber unbestimmt. Die gut belegte Variabilität oraler THC-Aufnahme kommt zu dieser Inhaltsunsicherheit hinzu. Ein sachlicher AVB-Artikel sollte diese beiden Unsicherheiten erklären, statt eine scheinbar präzise Anleitung daraus zu konstruieren. Poyatos et al. (2020) Lanz et al. (2016)
Die Decarboxylierung erklärt die Umwandlung saurer Cannabinoide. Mikrodosierung trennt Materialmenge und Wirkstoffdosis. Der Gesundheitsüberblick ordnet die Unterschiede zwischen Exposition und gesundheitlichen Endpunkten ein.
Häufige Fragen
Enthält AVB grundsätzlich noch genau 10–30 Prozent der Cannabinoide?
Nein. Eine solche allgemeine Spanne lässt sich für unbekannte Restproben nicht zuverlässig festlegen.
Ist dunkelbraunes Material praktisch wirkstofffrei?
Das lässt sich anhand der Farbe nicht bestimmen. Für eine quantitative Aussage wäre eine passende Analyse nötig.
Sind alle sauren Cannabinoide nach einer Sitzung umgewandelt?
Das hängt von den Bedingungen ab und ist ohne Prüfung nicht pauschal bekannt.
Kann man den Restgehalt aus dem Displaywert berechnen?
Nein. Die Einstellung ist keine vollständige Messung des Temperaturverlaufs und der Stoffbilanz.
Quellenstand und Korrekturhinweis
Überarbeitet am 10. September 2026. Wissenschaftlicher Bezug: die verlinkte Geräte-Stoffbilanz und die getrennte Betrachtung chemischer Umwandlung. Nicht belegt sind allgemeine AVB-Potenzwerte, Farb-Dosis-Zuordnungen und eine vollständige Umwandlung bei jedem Ablauf. Frühere entsprechende Tabellen und daraus abgeleitete Rezeptmengen wurden entfernt.
Poyatos L et al. (2020)
- Untersuchung
- Systematischer Review der Human-Pharmakokinetik
- Stichprobe
- 363 Treffer, 26 eingeschlossene Studien
- Vergleich und Messung
- PRISMA; PubMed bis März 2020; orale Cannabis-/THC-Formen mussten PK-Daten einschließlich Cmax und Tmax liefern; Auswahl durch zwei Autoren, Datenprüfung durch weitere Autoren.
- Randomisierung und Verblindung
- Nicht auf Review-Ebene; eingeschlossene Studien hatten unterschiedliche Designs.
- Ergebnis
- Orales THC zeigt verzögerte Spitzenkonzentrationen und hohe interindividuelle sowie formulationsabhängige Variabilität; besonders variabel bei Backwaren und Ölen.
- Stärken
- Fokussierte PK-Fragestellung; transparente Einschlusskriterien; frei verfügbar.
- Grenzen und mögliche Verzerrung
- Nur PubMed durchsucht; begrenzte Zahl und heterogene Primärstudien; PK ist kein direkter Schadensendpunkt.
Poyatos L, Pérez-Acevedo AP, Papaseit E, Pérez-Mañá C, Martin S, Hladun O, Siles A, Torrens M, Busardo FP, Farré M. 2020. Oral Administration of Cannabis and Δ-9-tetrahydrocannabinol (THC) Preparations: A Systematic Review. Medicina (Kaunas, Lithuania). DOI: 10.3390/medicina56060309 · PMID 32585912 · PMC7353904
Poyatos L, Pérez-Acevedo AP, Papaseit E, Pérez-Mañá C, Martin S, Hladun O, Siles A, Torrens M, Busardo FP, Farré M. 2020. Oral Administration of Cannabis and Δ-9-tetrahydrocannabinol (THC) Preparations: A Systematic Review. Medicina (Kaunas, Lithuania). DOI: 10.3390/medicina56060309 · PMID 32585912 · PMC7353904
Lanz C et al. (2016)
- Untersuchung
- In-vitro-Geräte-/Aerosolvalidierung
- Stichprobe
- Keine Humanprobanden; 5 kommerzielle Vaporizer, THC- und CBD-dominantes Pflanzenmaterial.
- Vergleich und Messung
- GC/MS für Cannabinoid-Recovery, HPLC für saure Cannabinoide und Decarboxylierung; Volcano Medic, Plenty, Arizer Solo, DaVinci und gasbetriebenes Gerät.
- Randomisierung und Verblindung
- Nicht anwendbar.
- Ergebnis
- Elektrische temperaturkontrollierte Geräte decarboxylierten THC/CBD sehr effizient und lieferten reproduzierbar Cannabinoide; beim gasbetriebenen Gerät wurde Verbrennung beobachtet.
- Stärken
- Validierte analytische Methoden; mehrere Geräte; direkte Messung des Materialtransfers.
- Grenzen und mögliche Verzerrung
- Keine Menschen, keine klinischen Endpunkte, keine umfassende toxikologische Aerosolanalyse; Gerätegenerationen älter.
Lanz C, Mattsson J, Soydaner U, Brenneisen R. 2016. Medicinal Cannabis: In Vitro Validation of Vaporizers for the Smoke-Free Inhalation of Cannabis. PloS one. DOI: 10.1371/journal.pone.0147286 · PMID 26784441 · PMC4718604
Lanz C, Mattsson J, Soydaner U, Brenneisen R. 2016. Medicinal Cannabis: In Vitro Validation of Vaporizers for the Smoke-Free Inhalation of Cannabis. PloS one. DOI: 10.1371/journal.pone.0147286 · PMID 26784441 · PMC4718604
Newmeyer MN et al. (2016)
- Untersuchung
- Randomisierte, doppelblinde Crossover-Pharmakokinetikstudie
- Stichprobe
- Dieselbe kontrollierte NIDA-Kohorte: 11 häufige und 9 gelegentliche Nutzer (n=20).
- Vergleich und Messung
- Blut-PK über 54 h (gelegentliche) bzw. 72 h (häufige Nutzer) nach gerauchtem, vaporisiertem und oralem Cannabis.
- Randomisierung und Verblindung
- Ja; PubMed klassifiziert die Studie als RCT, Crossover und doppelblind.
- Ergebnis
- Geraucht und vaporisiert zeigten relativ ähnliche Cannabinoid-PK; nach oralem Cannabis höhere THCCOOH- und Glucuronidkonzentrationen und andere Zeitverläufe.
- Stärken
- Sehr detaillierte PK; standardisierte Dosis; mehrere Routen; lange Probenserie.
- Grenzen und mögliche Verzerrung
- Kein klinischer Langzeitschadensendpunkt; gleiche Teilnehmer wie mehrere Newmeyer/Swortwood-Publikationen.
Newmeyer MN, Swortwood MJ, Barnes AJ, Abulseoud OA, Scheidweiler KB, Huestis MA. 2016. Free and Glucuronide Whole Blood Cannabinoids‘ Pharmacokinetics after Controlled Smoked, Vaporized, and Oral Cannabis Administration in Frequent and Occasional Cannabis Users: Identification of Recent Cannabis Intake. Clinical chemistry. DOI: 10.1373/clinchem.2016.263475 · PMID 27899456
Newmeyer MN, Swortwood MJ, Barnes AJ, Abulseoud OA, Scheidweiler KB, Huestis MA. 2016. Free and Glucuronide Whole Blood Cannabinoids‘ Pharmacokinetics after Controlled Smoked, Vaporized, and Oral Cannabis Administration in Frequent and Occasional Cannabis Users: Identification of Recent Cannabis Intake. Clinical chemistry. DOI: 10.1373/clinchem.2016.263475 · PMID 27899456
Monte AA et al. (2019)
- Untersuchung
- Retrospektive Beobachtungsstudie von Notaufnahmefällen
- Stichprobe
- 9.973 cannabisbezogene/gescreente Notaufnahmebesuche; 2.567 Besuche wurden Cannabis zumindest teilweise zugeschrieben.
- Vergleich und Messung
- Akten-/ED-Daten aus Colorado; Klassifikation nach inhalativer versus essbarer Exposition und klinischem Syndrom.
- Randomisierung und Verblindung
- Nein.
- Ergebnis
- Edibles waren im Verhältnis zu ihrem Marktanteil überrepräsentiert und häufiger mit akuter Intoxikation sowie psychiatrischen und kardiovaskulären Beschwerden assoziiert; inhalative Nutzung häufiger mit Hyperemesis.
- Stärken
- Große Real-World-Datenbasis; direkte Route-Stratifizierung; klinisch relevante Endpunkte.
- Grenzen und mögliche Verzerrung
- Retrospektiv; Notaufnahme-Population; kein sauberer individueller Expositions-Denominator; Produktdosis/THC-Gehalt oft unbekannt; Residual-Confounding.
Monte AA, Shelton SK, Mills E, Saben J, Hopkinson A, Sonn B, Devivo M, Chang T, Fox J, Brevik C, Williamson K, Abbott D. 2019. Acute Illness Associated With Cannabis Use, by Route of Exposure: An Observational Study. Annals of internal medicine. DOI: 10.7326/M18-2809 · PMID 30909297 · PMC6788289
Monte AA, Shelton SK, Mills E, Saben J, Hopkinson A, Sonn B, Devivo M, Chang T, Fox J, Brevik C, Williamson K, Abbott D. 2019. Acute Illness Associated With Cannabis Use, by Route of Exposure: An Observational Study. Annals of internal medicine. DOI: 10.7326/M18-2809 · PMID 30909297 · PMC6788289
Newmeyer MN et al. (2017)
- Untersuchung
- Kontrollierte Within-subject-Studie mit Placebobedingung
- Stichprobe
- 20 Teilnehmer: 11 häufige und 9 gelegentliche Cannabiskonsumenten
- Vergleich und Messung
- Placebo vs. aktives Cannabis (6,9% THC, etwa 54 mg) geraucht, vaporisiert oder oral; subjektive Effekte, Herzfrequenz und ausgeatmetes CO.
- Randomisierung und Verblindung
- Kontrolliertes Studienprotokoll; dieselbe NIDA-Crossover-Kohorte wurde in zugehörigen Arbeiten als randomisiert/doppelblind beschrieben.
- Ergebnis
- Rauchen und Vaporisieren erhöhten subjektive Effekte; Herzfrequenz stieg nach allen aktiven Konsumformen; Rauchen erhöhte CO signifikant stärker als Vaporisation.
- Stärken
- Direkter Drei-Wege-Vergleich; objektiver CO-Endpunkt; separate Auswertung häufiger und gelegentlicher Nutzer.
- Grenzen und mögliche Verzerrung
- Sehr kleine Stichprobe; hohe Dosis; Toleranzunterschiede; mehrere Publikationen nutzen dieselbe Kohorte und dürfen nicht als unabhängige Studien gezählt werden.
Newmeyer MN, Swortwood MJ, Abulseoud OA, Huestis MA. 2017. Subjective and physiological effects, and expired carbon monoxide concentrations in frequent and occasional cannabis smokers following smoked, vaporized, and oral cannabis administration. Drug and alcohol dependence. DOI: 10.1016/j.drugalcdep.2017.02.003 · PMID 28407543
Newmeyer MN, Swortwood MJ, Abulseoud OA, Huestis MA. 2017. Subjective and physiological effects, and expired carbon monoxide concentrations in frequent and occasional cannabis smokers following smoked, vaporized, and oral cannabis administration. Drug and alcohol dependence. DOI: 10.1016/j.drugalcdep.2017.02.003 · PMID 28407543
Newmeyer MN et al. (2017)
- Untersuchung
- Randomisierte kontrollierte Crossover-Studie
- Stichprobe
- 20 Teilnehmer (11 häufige, 9 gelegentliche Nutzer); gleiche NIDA-Kohorte
- Vergleich und Messung
- Cannabis 6,9% THC (~50,4 mg), psychophysische Feldtests (Romberg, One-Leg-Stand, Walk-and-Turn) und Pupillenmessung.
- Randomisierung und Verblindung
- Ja; ClinicalTrials.gov NCT02177513; kontrollierte Placebo-, Rauch-, Vaporizer- und Oralbedingungen.
- Ergebnis
- Bei gelegentlichen Nutzern war nach oralem Cannabis die Wahrscheinlichkeit für ≥2 Auffälligkeiten in OLS/WAT gegenüber Placebo deutlich erhöht (OR 6,4; 95% KI 2,3–18,4).
- Stärken
- Kontrollierte Dosis; Placebo; objektivierbare Performance-Endpunkte.
- Grenzen und mögliche Verzerrung
- Kleine Stichprobe; Aufgaben für inhalative Bedingungen relativ spät gemessen, wodurch akute Effekte dort unterschätzt werden können; keine Langzeitschäden.
Newmeyer MN, Swortwood MJ, Taylor ME, Abulseoud OA, Woodward TH, Huestis MA. 2017. Evaluation of divided attention psychophysical task performance and effects on pupil sizes following smoked, vaporized and oral cannabis administration. Journal of applied toxicology : JAT. DOI: 10.1002/jat.3440 · PMID 28138971
Newmeyer MN, Swortwood MJ, Taylor ME, Abulseoud OA, Woodward TH, Huestis MA. 2017. Evaluation of divided attention psychophysical task performance and effects on pupil sizes following smoked, vaporized and oral cannabis administration. Journal of applied toxicology : JAT. DOI: 10.1002/jat.3440 · PMID 28138971
Gemeinsame Stichprobe: Die Newmeyer-Arbeiten von 2016 und 2017 zu den drei Aufnahmewegen beruhen auf derselben NIDA-Kohorte mit 20 Personen. Ihre Ergebnisse sind unterschiedliche Auswertungen und werden nicht als unabhängige Stichproben gezählt.